Menschen drängen sich behände
durch gefüllte Einkaufstempel.
In den Gängen Glühweinstände
und dazwischen Weihnachtskrempel.
Pyramiden drehn sich leise
und das Rachermannel raucht
Hier gibts für gesalzne Preise
alles, was man sonst nicht braucht.
Auch die Bratwurst schmeckt mir lecker
ist sie grad mal nicht verkohlt.
Und an Stand vom Stollenbäcker
mancher sich was Süßes holt.
Wenn die Blaskapelle schmettert
eingehüllt in Bergmannskluft
sich die Melodie verheddert
grausts dem Dichter in der Gruft.
Wehrlos liegt er in der Kiste
wo er einst die Ruhe fand.
Droben auf der Schunkelpiste
dröhnt Weihnachtsfrieden übers Land.
Stille Nacht, wo bist du hin,
was blieb von dir , noch als Rest?
Ruhe ist nicht mehr dein Sinn,
Weihnachten ist Einkaufsfest
Ist der Trubel dann vorbei,
Jahreswechsel auch geschafft
grüßt auch schon das Osterei
aus der Einkaufsmeilen Pracht.
Die Waage steht wie angestemmt
bei einer Zahl, die man längst kennt.
Und pendelt sie auch hin und her,
am Ende ändert sich nichts mehr.
Doch könnte es auch schlimmer sein,
wenn größ're Zahlen stelln sich ein.
So hofft man nur, s ist bald vorbei,
die Zeit der großen Völlerei.